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Blutgruppenungleiche Nierentransplantation bei laparoskopischer Organentnahme
Quelle: www.idw-online.de
Erstmals in Deutschland wurde eine blutgruppenungleiche Nierentransplantation bei laparoskopischer Entnahme des Spenderorgans vom Nierentransplantationszentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) durchgeführt. Damit konnten zwei bahnbrechende Techniken wie die blutgruppenungleiche Transplantation und die laparoskopische Organentnahme verbunden werden. Der Schnitt, durch den das Spenderorgan entnommen wird, ist bei diesem minimal-invasiven Eingriff („Schlüssellochchirurgie“) 6 bis 8 Zentimeter lang, die Operationszeit ist geringer als bei offener Chirurgie, die Qualität der entnommenen Niere besser.
Die Transplantation fand am 10. Dezember 2008 in Halle statt. Prof. Fornara, Leiter des Transplantationszentrums, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und betonte, dass dies nur durch die fachübergreifende Zusammenarbeit mit dem neuen Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Prof. Girndt, und dessen Mitarbeitern möglich geworden war. Ohne die immunologische Vorbereitung des Patienten in der Klinik von Prof. Girndt wäre die Behandlung nicht erfolgreich gewesen.
Bei dem Nierenempfänger (Blutgruppe 0 positiv) handelt es sich um einen 41-jährigen Mann aus dem Saalekreis, der wegen chronischer Nierenentzündung seit fast drei Jahren auf der Warteliste stand. Spenderin war seine in Süddeutschland lebende 44-jährige Schwester (Blutgruppe B positiv). Bei der immunologischen Vorbehandlung mussten vorhandene Antikörper mit einem speziellen Blutreinigungsverfahren ausgewaschen werden, da ansonsten der Empfänger das Spenderorgan unweigerlich abgestoßen hätte.
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