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Die erste "Herztransplantierten-Sportgruppe"
von Rolf G. Kluxen, Kerpen
Neben den rein medizinischen Gesichtspunkten der Operation bei einer Transplantation, ist auch eine sachliche, fachliche und menschliche Betreuung vor und nach dem Eingriff entscheidend für den Erfolg der Transplantation. Bei der Betreuung kommt hohe Aufmerksamkeit und absolute Fachkenntnis auf die behandelnden Ärzte zu. Ohne diese ständige Betreuung und Nachsorge wäre jede erfolgreiche Transplantation gefährdet.
Training nach Transplantation
An der Uniklinik in Köln wird die Nachsorge in ganz vorzüglicher Weise von der kardiologischen Ambulanz durchgeführt. Seit dem 4. November 2003 trainieren herztransplantierte Patienten unter der Leitung von Prof. Dr. H. Georg Predel an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Für zehn Herztransplantierte, neun Männer und eine Frau, findet das Training in zwei Gruppen, jeweils zweimal pro Woche über 90 Minuten, statt. Ziel ist nicht nur eine Verbesserung der allgemeinen Ausdauerleistungsfähigkeit, darüber hinaus soll bis Ende 2004 mittels abgestimmter Gymnastikeinheiten auch ein Muskelaufbautraining sowie eine Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten im Blickpunkt stehen.
Eine typische Therapiestunde sieht etwa folgendermaßen aus: Zu Beginn stehen spielerisches Aufwärmen und Mobilisieren der Gelenke, im Mittelteil folgen koordinations- und kraftorientierte Übungen z.B. mit dem Theraband®, Gleichgewichtsschulungen oder Entspannungstraining. Das Ergometertraining wird individuell gesteuert und nach der Intervallmethode durchgeführt. Den Stundenausklang bilden Lockerungs- und Dehnungsübungen, Entspannung und Stundenreflexion.
Individuell gesteuertes Intervalltraining auf dem Fahrradergometer
Übungen zur Kräftigung der Muskulatur mit dem Theraband®
Chancen für neue Fitness
Aus diesem Pilotprojekt soll ein laufendes Programm erwachsen: Zunächst wird die individuelle Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Probanden festgestellt, die Muskelkraft gemessen und die Feinmotorik untersucht. Diese Leistungswerte werden dann nach drei Monaten, nach sechs Monaten und nach einem Jahr erneut erhoben. Ziel der Dokumentation ist nachzuweisen, dass durch intensives Training, auch der herztransplantierte Patient eine bessere Kondition, Konstitution und Lebensqualität erreichen kann.
Dieses aufwendige Projekt wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Herzzentrums an der Universität zu Köln.
Die herztransplantierten Patienten begrüßen das Programm sehr.

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November 2003 im Programm für HTX der Sporthochschule Köln:
sitzend von links nach rechts: Heinz Geiger, Karl-Heinz Dowideit; stehend von links nach rechts: Gün-ter Franke, Hans-Walter Kuchheuser, Hans Hermsen, Jochen Filz, Adalbert Vogt, Rolf G. Kluxen, Übungsleiter Tobias Kuntz, Heinz Schneider und Hiltrud Geiger
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© BDO e.V.
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