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BDO-Blätter
Ausgabe: 2 / Juni 1999
Heftumfang: 24 Seiten
Titelseite
- H.E.L.P. - Heparin-induzierte Extrakorporale
LDL-Lp(a)-Fibronogen-Präzipitation
- Die Redaktion informiert
- Rücklauf zur Leserbefragung
- In Memoriam Werner Lümmen
Inhalt
Vorwort
Liebe BDO-Mitglieder,
sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Die Zahl der Menschen, die auf eine Organtransplantation warten, ist in Deutschland bedeutend größer als die Zahl derer, die Organspender werden können.
Bei vielen Patienten muß oft mehrere Monate lang, weil keine Organe vorhanden sind, die lebensrettende Operation hinaus geschoben werden.
In dieser Wartezeit wird bei sehr vielen Betroffenen ein Gefühl besonders mächtig, das Gefühl der Angst, der Angst, daß schließlich alle Hoffnung auf Rettung vergeblich sein kann.
Wer über Organtransplantation und Organspende spricht, spricht vom Leben, aber auch über den Tod, nicht nur des Spenders, sondern auch des erkrankten und ohne Organverpflanzung rettungslos verlorenen Menschen!
Wir vom Bundesverband der Organtransplantierten wissen um diese Zusammenhänge und davon, daß nur etwa zwei Drittel der Wartepatienten auf eine Organspende hoffen dürfen.
Durch unsere tägliche Vereinsarbeit ist uns bekannt, wie wenig die Öffentlichkeit noch von diesen Fakten und der Bedeutung der Organspende Kenntnis hat.
Es kann jeder einzelne zu einem "Wartepatienten" werden, dessen letzte und einzige Hoffnung eine Transplantation ist.
Daher ist es eines unserer wichtigsten Ziele, durch Aufklärungsarbeit mehr Verständnis für die Fragen der Organspende und Organtransplantation in der Bevölkerung zu erreichen. So beteiligt sich der BDO auch in diesem Jahr mit verschiedenen Aktionen in vielen Orten am bundesweiten Tag der Organspende. Ebenso sind wir wieder auf dem Ev. Kirchentag aktiv. Daneben bedarf es aber auch kontinuierlicher Mitarbeit in diversen Gremien, wie das Beispiel der nordelbischen Synode zeigt.
Nach unserer Meinung bleibt jeder einzelne aufgefordert die Entscheidung über die Bereitschaft zur Organspende als persönliche Gewissensentscheidung zu treffen.
Sowohl die Entscheidung, ein Organ zu spenden oder anzunehmen, als auch die gegenteilige Entscheidung, sind vom Glauben her verantwortbar.
Ich wünsche mir in der Bevölkerung eine möglichst große Aufmerksamkeit und eine anregende Diskussion.
Ihre
Monika Kracht
Transplantationsmedizin
- Ansätze zur Behandlung der Transplantatvaskulopathie
nach Herztransplantation
- Keratoplastik und Hornhautspende
- "Künstliche Leber" wird im UKE erprobt
Termine
- "Mach mir Mut" - Aktionstage mit dem herztransplantierten
Olympiasieger Hartwig Gauder am 19. und 20. Juni
im Klinikum München-Großhadern
- Arzt-Patienten-Seminar Münster
- Non-Compliance nach Transplantationen
Aus den Tx-Zentren
- Transplantationen in Berlin neu geordnet
- Transplantationsprogramm der Universitätsklinik Bonn ausgeweitet
- 20 Jahre Transplantationszentrum Tübingen
Kurzmeldungen
- Hepatitis-B-Impfung für Transplantierte
- "Ärztlicher Ratgeber für Auslandsaufenthalte"
- Kein Recht auf Urlaubsgeld
Organspende
- Danke! - Anzeige einer Ehefrau eines BDO-Mitgliedes
- Überzeugungsarbeit gefragt
- Ev. Kirchentag Stuttgart 1999 "Organspende - eine gemeinsame Aufgabe"
- Dokumentation "Transplantationsmedizin als Beispiel
ethischer Herausforderung von diakonischem Handeln"
Erfahrungen
- Lebensperspektive durch Psychotherapie nach Transplantation
Kinderseite
- Buchtip: "Gesundheitsspielebuch" Unterwegs mit Erik
Eine Reise durch deinen Körper
Junge Seite
- Berufsbildungswerke
Recht und Soziales
- Auswirkungen von Budgetierungen
- Krankenfahrt steuerlich absetzbar
- Urteile zur Erwerbsunfähigkeit
Verbandsnachrichten
Aus dem Verband
- Eindrücke von der Forumsveranstaltung des BDO in München
Aus den Regionalgruppen
- Regionalgruppe Hamburg goes Online!
- Regionalgruppe Bereich Münster: Termin
Buch-Besprechung
- "Organtransplantation" - Wissenswertes zu Medizin, Ethik und Recht
- "Sauerstoff-Langzeit-Therapie" bei Krankheiten der Atmungsorgane
Service
Regionalgruppen des BDO
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