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Hygienemängel bei Trinkwasserspendern festgestellt
Erhebliche Hygienemängel haben hessische Lebensmittelkontrolleure bei Trinkwasserspendern in Kaufhäusern, Supermärkten und Betrieben gefunden: Nach Mitteilung des Wiesbadener Umweltministerium wurden zehn der 113 untersuchten Geräte vorläufig stillgelegt, weil ihr Wasser mit Fäkalkeimen verunreinigt war. Weitere 12 Spender wurden wegen erhöhter sonstiger Keimzahlen beanstandet; eine direkte Gesundheitsgefahr sahen die Kontrolleure bei ihnen jedoch nicht.
Fäkalkeime können Durchfall verursachen und gelten zudem als Hinweis auf weitere Krankheitserreger sowie auf unsauberen Umgang mit den Geräten. Andere Keime dagegen sind in Lebensmitteln bis zu gewissen Konzentrationen erlaubt: Tafelwasser darf laut Umweltministerium in Deutschland bis zu 100 Keime pro Milliliter enthalten, in Speiseeis sind sogar 50 000 Keime pro Gramm zulässig.
Wie die Kontrolleure feststellten, sagt der Anblick eines Spenders nichts über die Wasserqualität: Manch äußerlich verschmutztes Gerät lieferte einwandfreies Wasser. Bei anderen fanden die Prüfer dagegen trotz regelmäßiger sorgfältiger Reinigung Krankheitserreger. Weniger Beanstandungen gab es bei Geräten, bei denen mit den Wasserbehältern auch die Zapfhähne ausgetauscht werden («Galonen»). Manche Geräte werden täglich von außen gereinigt, andere nur unregelmäßig. Einige Firmen fühlen sich nur für die Sauberkeit in der Umgebung der - von den Aufstellern in der Regel halbjährlich gewarteten - Wasserspender verantwortlich.
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