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20 Jahre Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (BDO)
Meilensteine der Verbandsgeschichte
6. März 1986
Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB);
Gründung des Vorläufers des heutigen BDO, der Interessengemeinschaft Herztransplantierter Deutschlands e.V. (IHD). Geschäftssitz ist Berlin. Anfangs gehörten ihr nur Patienten des DHZBs an. Nach wenigen Monaten schlossen sich Herztransplantierte aus dem ganzen Bundesgebiet dem Verein an.
31. Dez. 1986
Mitgliederstand: 37 Herztransplantierte, 25 Angehörige, 55 Fördermitglieder.
An der Charite im damaligen Ostteil der Stadt hatte sich die Gruppe Interessengemeinschaft Herztransplantierter Patienten (IHP) gebildet. Ihr gehörten rund 160 Mitglieder an. Auch hier nahm die Mitgliederzahl stetig zu.
1987
Die Vereinsaktivitäten sind stark durch Aufbauarbeiten geprägt, bei der auch organisatorische Probleme zu bewältigen waren.
März 1988
Beginn der sozialrechtlichen Beratung und Betreuung Mitbetroffener im DHZB
1. April 1988
Düsseldorf: Gründung des Vereins zur Förderung von Lebertransplantationen e.V. (LTX), Vorsitzende: Monika Kracht
Juni 1988 - Juli 1989
In der Wannsee-Klinik Berlin, Rehaklinik der BfA, finden regelmäßige Arzt-Patientengespräche unter der Leitung der OÄ Frau Dr. Meister (Frau Dr. Bärbel Fuhrmann) mit Beteiligung von BfA-Experten statt.
17. Sept. 1988
IHD tritt den Landesarbeitsgemeinschaften (LAG) Bayern, NRW und Berlin (West) bei, um die Verbandsaufgaben besser regionalisieren zu können.
9. Mai 1989
München: IHD nimmt an der ersten öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Eingliederung Herztransplantierter in die Arbeitswelt" teil.
27. Mai 1989
Deutsche Herzstiftung e.V. und IHD veranstalten gemeinsam das erste öffentliche Seminar zur Organspende und Organtransplantation.
3. Okt. 1989 Gründung der Regionalgruppe Duisburg im Herzzentrum Duisburg (Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus); Mitgliederzahl: 43
Nov. 1989
Der Berliner Senat gewährt der IHD den ersten öffentlichen Förderzuschuss für die Verbandsarbeit.
21. Juli 1990
Kelkheim/Taunus: Mitgliederversammlung beschließt:
- Zusammenschluss von IHD und IHP
- den Vereinsnamen in „Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (BDO)" umzubenennen, da inzwischen die ersten Lungentransplantierten dem Verein beigetreten waren,
- Regionalgruppen in Hannover, Bayern, Berlin und in Bad Krozingen einzurichten
Okt. 1990
Erste Kontaktaufnahme mit der Vorsitzenden des „Vereins zur Förderung von Lebertransplantationen e.V. (LTX)", Frau Monika Kracht, in Düsseldorf
12. Dez. 1990
Erste Adventsfeier der Regionalgruppe Duisburg im Herzzentrum Duisburg mit Schwestern und Ärzten
1991
Regionalgruppe Münster wird gegründet
1992 - 1993
Vorbereitungen zum Zusammenschluss der Vereine LTX und BDO
August 1993
Erste gemeinsame Ausgabe der Ver-bandszeitung unter dem Titel „BDO-Blätter" mit der Bezeichnung 3/August 1993 (interner Name dieser Ausgabe: „Elefantenhochzeit")
1.-3. Okt. 1993
Hessisch-Lichtenau: Erste gemeinsame Regionalgruppenleiter-Tagung
30.0kt.1993
Billerbeck bei Münster: Entscheidung zum Zusammenschluss durch die jeweiligen Mitgliederversammlungen; neuer Name: Bundesverband der Organtransplantierten e.V. (BDO); Verlegung des Verbandsgeschäftssitzes von Berlin nach Duisburg Resolution mit der Aufforderung an Bundes- und Landesregierungen ein Transplantationsgesetz zur Regelung der Organspende zügig zu verabschieden.
7. Nov. 1993
Düsseldorf, Präsidentenschlösschen des Düsseldorfer Regierungspräsidenten:
Matine „Gemeinsam mit fremden Organen leben" zur Präsentation des neuen BDO einer breiten Öffentlichkeit
März 1994
Beginn der vierteljährlichen Erscheinungsweise der Verbandszeitung „BDO-Blätter"
16. Mai 1994
Stellungnahme fürs Bundesarbeitsministerium zur Neufassung der Anhaltspunkte zur sozialrechtlichen Gutachtertätigkeit
28. Mai 1994
Netphen-Hainchen: Erstes Familienseminar mit psychologischer Begleitung.
1. Juni 1994
Schriftliche Aufforderung an den Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages, ein Benachteiligungsverbot für behinderte Menschen im Art. 3 des Grundgesetzes (GG) zu verankern.
Juni 1994
In der umfangreichen Juni-Ausgabe der BDO-Blätter wird das neue Logo vorgestellt, das nach der „Elefanten-Hochzeit" auch den Neubeginn signalisieren soll.
18. Jan. 1995
Bonn: Teilnahme am Erörterungsgespräch zum Entwurf eines Transplantationsgesetzes (TPG) beim Bundesministerium für Gesundheit.
3.-5. Feb. 1995
Ev. Akademie Mülheim/Ruhr: Mitgestaltung eines Seminars unter dem Titel:
„Organtransplantation - Eine Anfrage an unser Mensch sein"
3. Mai 1995
Essen, Grugapark: Mitveranstalter einer Aufklärungsveranstaltung zum Tag der Organspende
Juni 1995
Hamburg: Erste Teilnahme an einem Ev. Kirchentag im Rahmen des Marktes der Möglichkeiten mit einem Stand zur Organspendeaufklärung. Seitdem regelmäßige Teilnahme einschließlich des ersten Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin
28. Juni 1995
Bonn: Teilnahme als sachverständiger Betroffenenverband an der ersten öffentlichen Anhörung zur Vorbereitung eines TPGs im Deutschen Bundestag
22. - 31. Aug. 1995
Tx-Travel startet mit der ersten ärztlich begleiteten Reise für Transplantierte in die Schweiz. In den nächsten Jahren folgen weitere Angebote (z.B. Griechenland) zu attraktiven Reisezielen im In-und Ausland.
6. Juni 1996
Duisburg: Benefiz-Konzert zum 10-jährigen Bestehen
25. Sept. 1996 / 9. Okt. 1996
Bonn: Teilnahme als sachverständiger Betroffenenverband an der zweiten
und dritten öffentlichen Anhörung zu drei Entwürfen eines TPGs im Deutschen Bundestag
11. Nov. 1996
Rheinland-Pfälzer Ministerpräsident übernimmt Schirmherrschaft für den Tag der Organspende 1997
25. Juni 1997
Deutscher Bundestag verabschiedet mit Zweidrittel-Mehrheit das TPG in Bonn
12. Nov. 1997
Auswertung des verabschiedeten TPGs und der amtlichen Gesetzesbegründung.
BDO erreicht im Gesetzgebungsverfahren:
1. Private Krankenhäuser werden nicht als Tx-Zentren zugelassen,
2. Psychische Betreuung der Patienten ist nicht nur vor, sondern auch nach der Tx durch das Tx-Zentrum sicherzustellen,
3. Transplantationsnachsorge wird gesetzlich geregelt. Sie darf ohne zeitliche Begrenzung in den zuständigen Zentren fortgeführt werden.
18. - 20. 1998
Erste Arbeitstagung unter dem Titel „Bewältigung des Alltagslebens nach Organtransplantation" im Dominikaner-Kloster St. Albert mit von Psychologen begleiteten Arbeitsgruppen für verschiedene Betroffenengruppen (siehe Tagungsdokumentation). Bis 2003 fanden drei weitere Tagungen statt.
1999
Vorstandsmitglied wird als Patientenvertreter in die Ständige Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer berufen.
25. März 1999
Bundesverfassungsgericht stellt per Be-schluss fest, dass das TPG von 1997 mit dem GG vereinbar ist. Damit wurden 225 Beschwerden gegen das TPG zurückgewiesen.
19. Mai 1999
Offizielle Eröffnung der neuen Geschäfts- und Beratungsstelle in Duisburg-Neuenkamp
1. .Juli 1999
BDO beanstandet mit Erfolg das neue Vergütungssystem für Laborleistungen (EBM). Das neue Abrechnungssystem berücksichtigte nicht, dass sich Transplantierte lebenslang regelmäßigen Laboruntersuchungen unterziehen müssen.
Dez. 1999
Start der BDO-Homepage unter www.bdo-ev.de
2000 - 2001
BDO beteiligt sich an verschiedenen Länder-Gesetzgebungsverfahren zu Ausführungsgesetzen zum TPG
Sept. 2000
Organspezifische Fachbereiche zur Stärkung der Beratungskompetenz für Betroffene werden eingerichtet.
Jan. 2001
Mit dem Kinder-Transplant-Forum, der bundesweit ersten Diskussionsliste für Eltern von Kindern vor und nach Organtransplantation, wird das Internetangebot des Verbandes noch attraktiver. Mit den Mailinglisten „BODO - Jugend-Transplant-Forum" und dem „Forum Nach-wie-vor-Tx" wird es noch breiter gefächert.
März 2001
Verbandszeitung wird in „transplantation aktuell" umbenannt und erhält im gleichen Jahr ein neues Layout
Jan. 2002
Start des „Kompetenznetzwerkes Trans-plant-Psychologie" zur Beratung niedergelassener Psychologen und Psychotherapeuten, die Transplantationsbetroffene, Angehörige von Organspendern und Pflegekräften und Ärzten betreuen möchten.
21. Jan.2002
Schleswig-Holstein: Start der Initiative „Organspende - Wissen hilft entscheiden" mit maßgeblicher Beteiligung des BDO
6. Juni 2002
Düsseldorf: Festveranstaltung des BDO zum 20. Tag der Organspende im Präsidentenschlösschen des Düsseldorfer Regierungspräsidenten
6. Juni 2002
Öffentliche Präsentation des bundesweit ersten Pins zur Organspende - einem Symbol für Zusammenhalt, Verbundenheit und Solidarität
Nov./Dez. 2002
„Als Geschenk das Leben" Aufklärungsaktion der ZDF-Redaktion Gesundheit und Natur mit Partnerorganisationen (u.a. dem BDO) unterstützt durch Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
17. Dez. 2002
ARD-Sendung „Fliege live - die etwas andere Spendengala" mit Hotline zur Organspende, mit anschließendem Versand von über 8000 Organspendeaus weisen durch KfH (Neu-lsenburg) und BDO
Januar 2003
Vorstand beruft Ingo Mruk zum ersten Beauftragten für Bewegung und Sport, um mehr Mitglieder zu sportlichen Aktivitäten vor und nach Tx zu ermutigen.
Juni 2003
Start einer vierteiligen Anzeigenkampagne in Zusammenarbeit mit der international anerkannten Agentur McCann-Er-ickson (Hamburg) auf Initiative der Deutschen Lufthansa mit gleichzeitiger Freischaltung von 4 Homepages, z.B. www.jana-lebt-weiter.de.
Gleichzeitig erhält der BDO sein neues Logo.
21. Juni 2003
Kath. Akademie Berlin: Zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende unter dem Titel „Komm' mach' mit - Rendezvous mit der Organspende" in Zusammenarbeit mit der DSO u. der Kath. Akademie
4. Sept. 2003
Köln: Auszeichnung von Heinrich Lok-ker (Ehrenmitglied des Vorstandes) mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein Engagement in der sozialrechtlichen Patientenbetreuung
12.Nov.2003 Berlin
Schloss Bellevue: Präsentation des Buches „Mein Leben durch Dich -Geschichten und Gedichte zur Organspende" eine Sammlung von Texten von Betroffenen aus dem Mitgliederkreis mit Aquarellen gestaltet
1. März 2004
Schriftliche Stellungnahme im Rahmen der öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin" zu Fragen der Organlebendspende
15. März 2004
Düsseldorf: Auszeichnung von Monika Kracht (Vorstandsvorsitzende) mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Ihr unermüdliches Engagement für Transplantationsbetroffene, insbesondere für Kinder vor und nach Organtransplantation und ihrer Eltern
29. Juli 2004
Beteiligung als sachverständiger Betroffenenverband an der Beantwortung der Großen Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur „Förderung der Organspende"
Okt./Nov. 2004
„Als Geschenk das Leben", bundesweite Aufklärungsaktion zur Organspende von 9 Radiostationen (Radionetzwerk „mir geht's gut") mit Fachgesellschaften (u.a. BDO) als Partner
12. Jan. 2005
Offizielle Eröffnung des bundesweit ersten Tx-Cafes in der BDO-Geschäftsstelle
1. April 2005
Kostenlose telefonische Rechtsberatung für Mitglieder - ein bundesweit einmaliges Angebot
25. Juni 2005
Beanstandung des ab 1. April 2005 geltenden neuen Abrechnungssystem „EBM 2000 plus". Durch die einschränkende pauschale Bewertung der ärztlichen Leistungen der lebensnotwendigen Kontrolluntersuchungen wird die gesetzlich geregelte Tx-Nachsorge unzulässig ausgehöhlt. Die Neubewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss steht noch aus.
28. Nov. 2005
Vorstandsbeschluss zum Aufbau des Fachbereichs „Schwangerschaft nach Organtransplantation" und des Fachbereichs „Rehabilitation vor und nach Organtransplantation" im Jahr 2006. Regionalgruppe Thüringen hat nach vielen Jahren wieder eine Leiterin.
Dez. 2005
Umfrage zu Bewegung und Sport vor und nach Organtransplantation im Mitgliederkreis. Die Auswertung wird in Kooperation mit der Fachklinik Bad Hermannsborn im Jahr 2006 erfolgen.
2006
Im Jubiläumsjahr sagt der BDO allen „Danke", die sich innerhalb und außerdem des Verbandes für Organspende und Organtransplantation engagieren. Alle können sich auf die Umsetzung innovativer Ideen freuen.
Motive des BDO:
Wir sind sicher, dass wir einander brauchen.
Wir möchten eigene Erfahrungen austauschen, einander helfen und dort beistehen, wo Menschen mit der Frage der Organtransplantation, sei es als Betroffene, Spender oder
Empfänger und deren Angehörige konfrontiert werden.
Wir suchen die Zusammenarbeit mit den Transplantationsärzten.
Wir sehen vor allem die dringliche Notwendigkeit, Betroffenen im Umgang mit Krankenkassen, Versorgungsämtern und anderen Behörden zu helfen.
Gemeinnützig und unabhängig bieten wir unsere Hilfe an. Dieses ist Teil unseres Dankes für die uns nach der Transplantation gegebene, Möglichkeit, ein neues Leben in guter
Qualität zu führen.
Arbeit des BDO:
In Deutschland gibt es zahlreiche Transplantations- und Nachsorgezentren.
Die Organtransplantierten werden zu den übrigen Behinderten wegen des geringen Spendenaufkommens eine kleine Patientengruppe bleiben.
Bei Herz-, Leber- und Lungenversagen ist die Organtransplantation
die einzige Möglichkeit das Leben zu retten!
Die Organtransplantation ist heute ein unverzichtbares und anerkanntes Verfahren zur Behandlung bei Organversagen im Endstadium.
Den neuen Alltag gemeinsam meistern!
In Zusammenarbeit mit den Transplantations- und Nachsorgezentren wurden Regionalgruppen gegründet, die von ehrenamtlichen Helfern geleitet werden. Unsere Mitglieder erhalten
dort praktische Hilfe, zum Beispiel in sozialrechtlichen und medizinischen Fragen. Außerdem pflegen wir den Erfahrungs- und Informationsaustausch.
Durch die vierteljährliche Herausgabe der Zeitschrift "transplantation aktuell" (ehemals: BDO-Blätter) und weiterer Informationsschriften werden die Mitglieder aktuell und
fachbezogen informiert.
Der BDO vertritt gemeinnützig die Interessen der Organtransplantierten!
Er ist Mitglied im "Arbeitskreis Organspende", in der Bundesarbeitsgemeinschaft "Hilfe für Behinderte e.V.", in der LAG SB Nordrhein - Westfalen und dem Paritätischen
Wohlfahrtsverband (NRW)
Außerdem wirbt er für Organtransplantation.
Eine wichtige Aufgabe des BDO ist die Darstellung der besonderen Lebenssituation Organtransplantierter: Menschen, die mit einem fremden Organ leben, haben eine nicht
sichtbare Behinderung. Sie besteht in der medikamentös herbeigeführten Abschwächung des körpereigenen Immunsystems, die notwendig ist, um eine Abstoßung eines fremden Organs zu verhindern. Auch die Nebenwirkungen der Medikamente, wie z.B. eine erhöhte Infektanfälligkeit, ist für Aussenstehende nicht wahrnehmbar.

Für unterschiedliche Betroffengruppen ( erwachsene Transplantierte, Kinder und Jugendlichen und deren Angehörige) werden gemeinsam mit Psychologen/innen Seminare zum Verständnis und zur besseren Bewältigung der eigenen Situation angeboten.
DIE AUFGABE DES BDO BESTEHT IN DER PSYCHOSOZIALEN BETREUUNG
VON PATIENTEN UND IHREN FAMILIEN VOR UND NACH EINER TRANSPLANTATION!
Ein namhafter wissenschaftlicher Beirat steht dem Vorstand in medizinischen und psychologischen Fragen beratend zur Seite.
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